Lösungen für Anlagenmanagement im Trend

 

Plant Process Management wird laut Analyst „451 Research“ als kritisch für Anlagensicherheit und -optimierung angesehen

 

Bad Saeckinen/ Boston, 18. August 2020 – Die IT/OT-Kollaboration hat bei den Herstellern in der Prozessindustrie eine hohe Priorität wie eine aktuelle Studie zeigt. Wie die Studie, durchgeführt von den Analysten bei „451 Research“ im Auftrag des weltweit tätigen Softwareentwicklers eschbach, zeigt, ist die Zusammenarbeit zwischen IT (Information Technology) und OT (Operation Technology) unter Verwendung der Plant Process Management-Lösung (PPM) zu einer Investitionspriorität geworden.

 

Die unabhängige Umfrage soll aktuelle Einblicke in den Stand der Dinge, Lücken, Erwartungen und Bekanntheitsgrad von PPM sowie zukünftige Marktbedürfnisse für PPM liefern. In der Umfrage wurden die Antworten von 300 Entscheidungsträgern in der Prozessindustrie gesammelt, die sich auf eine Vielzahl von IT- und OT-Rollen verteilen, wobei die Mehrheit Unternehmen mit Sitz in den USA und einem Umsatz von über 1 Milliarde US-Dollar repräsentiert. Die befragten Unternehmen haben eine Größe von 500 bis über 100.000 Mitarbeiter und sind in verschiedenen vertikalen Märkten tätig.

 

Zu den obersten Prioritäten, die von den Befragten aus Pharma-, Chemie- und Lebensmittelindustrie für eine PPM-Investition genannt wurden, gehören:

 

• Erfassung und Austausch bewährter Verfahren für die Sicherheit der Arbeitnehmer

• Plattform zur Aufzeichnung von Vorfällen in Echtzeit für die Berichterstattung und Korrekturmaßnahmen

• Breitere Zusammenarbeit und Kommunikation zwischen Produktionsteams und Managern

• Plattform zur interaktiven Abrechnung von Produktionsverlusten

 

„Auf dem Weg zum industriellen Internet der Dinge (Industrial Internet of Things, IIoT) lag in den letzten Jahren der größte Schwerpunkt auf der Instrumentierung von Maschinen", so Andreas Eschbach, Geschäftsführer von eschbach. „Aufgrund der Tatsache, dass das IIoT menschliche Faktoren ignoriert, kommt nun die Erkenntnis, dass die Zusammenarbeit zwischen Mensch und Maschine eine Priorität werden muss, insbesondere im Schichtmanagement. Industrieunternehmen müssen die Menschen, die im Gesamtprozess mit dem Einsatz und der Steuerung von Maschinen betraut sind, so ausrüsten, dass sie den Betrieb der Anlagen optimieren und die Sicherheit der Arbeitnehmer gewährleisten.“

 

Da die Prozessindustrie in ihrer digitalen Transformation nur langsam vorankommt, überrascht es nicht, dass 42% der Befragten angaben, sie seien überaus an einer PPM-Paketlösung interessiert. Dabei stehen Arbeitssicherheit und Prozessoptimierung als Schlüsselthemen ganz oben auf der Wunschliste, denn immerhin gaben 86% der Befragten an, dass in ihren Unternehmen bereits ein oder mehrere Sicherheitsvorfälle durch einen Kommunikationsausfall verursacht wurden. „Da ist es eine logische Konsequenz, dass in unserer beauftragten Umfrage PPM eine so hohe Priorität bekommt“, sagt Andreas Eschbach.

 

Darüber hinaus gab mehr als die Hälfte der Studienteilnehmer an, dass die Prozessoptimierung mit aktuellen Schichtdaten einen großen Unterschied mache. Fast 60% der Entscheidungsträger in der Branche bevorzugen ein zentralisiertes Software-as-a-Service (SaaS)-Modell mit unterschiedlichem Anpassungsgrad, das auch den Einsatz von PPM unterstützt. Tatsächlich wird PPM auch als eine wichtige Datenquelle für künstliche Intelligenz (KI) angesehen, so sagten 56% der Umfrageteilnehmer, dass sie PPM-Daten als Input für die KI verwenden oder dies einplanen würden.

 

„Unsere Umfrage ergab deutliche Diskrepanzen zwischen IT und OT, wobei fast die Hälfte der OT-Befragten angab, dass sie nur selten mit ihren IT-Kollegen zusammenarbeiten“, so Ian Hughes, Senior Analyst für IoT-Praxis bei 451 Research. So verwundert es nicht, dass weniger als 20% der IT-Führungskräfte glauben, sie arbeiten eng mit OT zusammen. „Diese Gruppen haben unterschiedliche Ansichten über die zentrale Herausforderung im Schichtmanagement. Die IT-Abteilung sieht als Hauptproblem, dass das Operative Management nicht in der Lage sei, erfasste Daten zu konsumieren oder gemeinsam zu nutzen, während die OT-Abteilung selbst sich oft nicht in der Lage sieht, Schichtdaten mit Maschinenprotokollen abzugleichen."

 

Zudem ergab die Umfrage, dass bei Schichtübergaben die Kommunikation entscheidend ist, also welche Daten (wenn überhaupt) erfasst werden, um die Übergabe zu unterstützen, und wie sie an die operativen Akteure verteilt werden. Schichtübergaben sind aufgrund der sozialen Distanzierung sowie aufgrund von COVID-19 besonders wichtig geworden, aber auch eine Herausforderung, da das IT/OT-Personal derzeit oft remote und im Home-Office arbeitet, während wichtige Mitarbeiter wie Anlagenbediener im Werk bleiben.

 

Insgesamt gibt es laut den Studienergebnissen viele Möglichkeiten für Prozessverbesserungen, denn nur etwa 40% der Befragten gaben an, Software oder Automatisierung zur Erfassung und zum Austausch von Schichtdaten zu verwenden. Die übrigen Teilnehmer gaben an, dass sie routinemäßig Daten manuell erfassen, manchmal aufgrund bestimmter Ereignisse oder Schicht für Schicht und 38% erfassen die Daten manuell, und adhoc, entweder ereignisweise oder schichtbasiert.

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